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Belzec ist eine „reine Todesfabrik“ gewesen

Belzec ist eines der drei Todeslager der sog. „Aktion Reinhard“(nach dem Massenmörder Reinhard Heydrich).

Neben Treblinka und Sobibor war Belzec dazu bestimmt, möglichst viele Juden zu vergasen/umzubringen.

Dieses Lager war nur ca. 300 X 300m groß. Es lag an einem Bahnhof abseits vom Dorf. Es war umzäunt und in zwei Bereiche aufgeteilt. Kommandatur und Wohnbereiche für die SS etc. und der Tötungsbereich mit den Gaskammern. Am Anfang gab es Massengräber, die aber nicht ausreichten. Deshalb grub man einige wieder aus und verbrannte sie. Der Gestank muss bestialisch gewesen sein… Er lag über der ganzen Gegend.

Die Vergasungen

Im Gegensatz zu Auschwitz wurde hier kein Zyklon B (Blausäure) benutzt. Der große (Panzer)Diesel stand in einem Extraraum neben den Gaskammern. Von dort wurden die Abgase – CO – in die Kammern geleitet. Dieser Prozess dauerte bis zu 30 Minuten. Deshalb wurde in Auschwitz mit Zyklon B eine schnellere Lösung umgesetzt.

Nach dem Ankommen wurden die meisten Juden in die Entkleidungskammern geschickt. Den Frauen wurden die Haare geschnitten. Alle Habseligkeiten wurden gesammelt und von den wenigen Zwangsarbeitern sortiert, um in das Deutsche Reich geschickt zu werden.

Die Menschen wurden dann brutal durch den sogenannten Schlauch zu den Gaskammern geprügelt. Ein Entkommen gab es da nicht. Dann wurden sie in die Kammern gepfercht, die Türen verschlossen und das Gas eingeleitet, bis es Totenstille war. Die Hilfskräfte mussten die toten Körper aus den Kammern ziehen und in die Massengräber werfen bzw. verbrennen.

Die Trawnikis und andere Hilfskräfte

In Trawniki wurde bald nach dem Beginn des Krieges gegen Russland ein besonderes Ausbildungslager eingerichtet. Aus den ukrainischen Gefangenen wurden nichtjüdische Männer ausgewählt, um die SS zu unterstützen. Diese Trawnikis hatten „Dienstausweise“ der SS! Sie ware als äußerst sadistisch bekannt. In Belzec und den anderen Lagern waren sie diejenigen, die sich aktiv „die Finger schmutzig machten“. Sie führten gnadenlos die Befehle aus.

Außerdem gab es jüdische Hilfskräfte, die z.B. die Wäsche etc. sortierten und die Haare schnitten etc. Sie waren auch dem Tod geweiht.

Überlebende aus Belzec gab es fast keine(3).

Das Ende des Lagers und die Zeit danach

Im Frühjahr 1943 wurde das Lager komplett „rasiert“. Alles wurde zerstört und die letzten Häftlinge wurden in Sobibor vergast. Dann wurde dort ein Bauernhof gebaut und ein Wald angelegt. Die Massengräber wurden, so gut es ging, unkenntlich gemacht.

Eine Befreiung o.ä. gab es nicht. Es war bis 1956(!) nicht einmal als solches eingezäunt und gekennzeichnet. Jeder konnte auf die Lichtung gehen und zwischen den Knochen machen, was er wollte…

Erst 2004(!!) wurde die heutige Gedenkstätte errichtet. Man hat im Vorfeld über 30 Massengräber gefunden.

Belzec – Die Opferzahlen

Hier gab es gutes Zahlenmaterial. In der kurzen Zeit des Betriebes wurden ca. 450.000 Juden umgebracht. Andere Gruppen gab es dort so gut wie gar nicht. Es war eine Tötungsmaschine für Juden.

Dieser franz./englische alte Film zeigt die Spurensuche:

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Dieser Film stellt in Deutsch die „Aktion Reinhard“ insgesamt vor: TRIGGERWARNUNG!!

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